Top-Story: Technologieaktien: KI-Investitionen erreichen neue Dimension
Von: Christian Scheid
05.05.26 / Die massiven KI-Investitionen sprengen alle bisherigen Rahmen. Gleichzeitig liefern die Konzerne operativ starke Zahlen. Zertifikate-Anleger sollten weiterhin defensiv an die Aktien herangehen. Unsere Favoriten.
Bei Vorlage der Quartalszahlen der Hyperscaler wurde erneut klar: Der Investitionswettlauf in KI-Infrastruktur beschleunigt sich weiter. Die angekündigten Capex-Budgets für 2026 summieren sich auf über 700 Mrd. Dollar. Börsianer bewegen sich zwischen Bewunderung für das operative Geschäft und Nervosität über den Return on Investment. Anleger sollten daher vorzugsweise auf defensive Investments setzen.
Alphabet hat die Erwartungen mit einem Umsatzwachstum von 22 Prozent auf 109,9 Mrd. Dollar klar übertroffen. Vor allem das Cloud-Geschäft stach mit einem Umsatzwachstum von 63 Prozent auf 20 Mrd. Dollar hervor. CEO Sundar Pichai sprach von Kapazitätsengpässen, die noch höheres Cloud-Wachstum verhindert hätten. Kehrseite: Alphabet hob die Capex-Prognose für 2026 auf bis zu 190 Mrd. Dollar an. Wegen der geringen Restrendite sollte der Discounter aus Z.AT 23.2025 (ISIN DE000MM35M70) in ein neues Papier getauscht werden (ISIN DE000FE05254).
Amazon konnte mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 181,5 Mrd. Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,78 Dollar die Erwartungen deutlich schlagen. AWS wuchs um 28 Prozent auf 37,6 Mrd. Dollar, das schnellste Wachstum seit 15 Quartalen. Für das Gesamtjahr stehen Capex-Investitionen von rund 200 Mrd. Dollar im Plan. Auch hier sollten Anleger das Discounter-Engagement (ISIN DE000PJ0K754) vorzeitig erneuern (ISIN DE000PK1H2N2).
Meta legte beim Umsatz um 33 Prozent auf 56,3 Mrd. Dollar zu, das stärkste Quartalswachstum seit 2021. Ad-Impressions stiegen um 19 Prozent, der durchschnittliche Anzeigenpreis um zwölf Prozent. Zudem erhöhte Meta die Capex-Prognose um zehn Mrd. auf 125 Mrd. bis 145 Mrd. Dollar. Um die steigenden Infrastrukturkosten abzufedern, kündigte der Konzern die Streichung von 8.000 Stellen an. Das Discount-Zertifikat (ISIN DE000PJ4PME8) von BNP aus Z.AT 23.2025 bleibt haltenswert.
Microsoft hat operativ erneut solide abgeliefert. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 82,9 Mrd. Dollar, Azure wuchs um 40 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag mit 4,27 Dollar über den Erwartungen. Doch die Capex-Ansage hat es in sich: 190 Mrd. Dollar für 2026, ein Plus von 61 Prozent, getrieben von steigenden Komponentenpreisen. Unser defensiver Wechsel auf den Discounter (ISIN DE000FE0EQS8) war richtig. Das Papier läuft bis März 2027 und bietet weiterhin eine attraktive Seitwärtsrendite.
Weiterhin eine Sonderrolle nimmt Apple ein. Der Konzern meldete das beste März-Quartal aller Zeiten mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 111,2 Mrd. Dollar. Das iPhone wuchs um 22 Prozent, Services erreichte mit 31 Mrd. Dollar ein Rekordhoch. Tim Cook übergibt im September den CEO-Posten an John Ternus. Der Discount Call (ISIN DE000VK37XF3) von Vontobel wurde mit 2,00 Dollar getilgt. Bei Neuengagements bevorzugen wir Discounter, etwa von BNP (ISIN DE000PK1H342).
Nvidia hat starke Geschäftszahlen für das vierte Fiskalquartal per Ende Februar vorgelegt. Für das laufende Quartal hat CEO Jensen Huang rund 78 Mrd. Dollar Umsatz in Aussicht gestellt – die Zahlen kommen am 20. Mai. Anleger sollten sich den Termin dick im Kalender anstreichen. Derweil bleibt der Discounter von UniCredit (ISIN DE000UG8D2S6) aus Z.AT 23.2025 aussichtsreich.
Tesla bleibt die Ausnahme im Kreis der Magnificent 7. Die jüngsten Zahlen wurden zwar nicht durchweg negativ aufgenommen, schließlich hat der Elektroautobauer im ersten Quartal erstmals seit Langem wieder ein Umsatzwachstum erzielt, und zwar um 16 Prozent auf 22,4 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte sogar um 52 Prozent auf 0,41 Dollar. Doch verfehlte Tesla die Auslieferungserwartungen. Die Investmentstory hängt immer stärker an Robotaxis, Cybercab und Optimus. Genau dort wurde Elon Musk vorsichtiger: Der Rollout soll sicherheitsgetrieben erfolgen und bleibt zunächst kein wesentlicher Erlösbringer. Gleichzeitig steigen die KI-Ausgaben kräftig, während regulatorische Kreditumsätze als Gewinntreiber an Bedeutung verlieren. Wir bleiben skeptisch und meiden die Aktie. Wer Tesla spielen will, sollte weiter bei Discountern bleiben. Das Rabatt-Papier von Morgan Stanley mit Cap 300 Dollar und Bewertungstag 18. Dezember 2026 bleibt die passende Variante (ISIN DE000MJ92RP0).
Bei Vorlage der Quartalszahlen der Hyperscaler wurde erneut klar: Der Investitionswettlauf in KI-Infrastruktur beschleunigt sich weiter. Die angekündigten Capex-Budgets für 2026 summieren sich auf über 700 Mrd. Dollar. Börsianer bewegen sich zwischen Bewunderung für das operative Geschäft und Nervosität über den Return on Investment. Anleger sollten daher vorzugsweise auf defensive Investments setzen.
Alphabet hat die Erwartungen mit einem Umsatzwachstum von 22 Prozent auf 109,9 Mrd. Dollar klar übertroffen. Vor allem das Cloud-Geschäft stach mit einem Umsatzwachstum von 63 Prozent auf 20 Mrd. Dollar hervor. CEO Sundar Pichai sprach von Kapazitätsengpässen, die noch höheres Cloud-Wachstum verhindert hätten. Kehrseite: Alphabet hob die Capex-Prognose für 2026 auf bis zu 190 Mrd. Dollar an. Wegen der geringen Restrendite sollte der Discounter aus Z.AT 23.2025 (ISIN DE000MM35M70) in ein neues Papier getauscht werden (ISIN DE000FE05254).
Amazon konnte mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 181,5 Mrd. Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,78 Dollar die Erwartungen deutlich schlagen. AWS wuchs um 28 Prozent auf 37,6 Mrd. Dollar, das schnellste Wachstum seit 15 Quartalen. Für das Gesamtjahr stehen Capex-Investitionen von rund 200 Mrd. Dollar im Plan. Auch hier sollten Anleger das Discounter-Engagement (ISIN DE000PJ0K754) vorzeitig erneuern (ISIN DE000PK1H2N2).
Meta legte beim Umsatz um 33 Prozent auf 56,3 Mrd. Dollar zu, das stärkste Quartalswachstum seit 2021. Ad-Impressions stiegen um 19 Prozent, der durchschnittliche Anzeigenpreis um zwölf Prozent. Zudem erhöhte Meta die Capex-Prognose um zehn Mrd. auf 125 Mrd. bis 145 Mrd. Dollar. Um die steigenden Infrastrukturkosten abzufedern, kündigte der Konzern die Streichung von 8.000 Stellen an. Das Discount-Zertifikat (ISIN DE000PJ4PME8) von BNP aus Z.AT 23.2025 bleibt haltenswert.
Microsoft hat operativ erneut solide abgeliefert. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 82,9 Mrd. Dollar, Azure wuchs um 40 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag mit 4,27 Dollar über den Erwartungen. Doch die Capex-Ansage hat es in sich: 190 Mrd. Dollar für 2026, ein Plus von 61 Prozent, getrieben von steigenden Komponentenpreisen. Unser defensiver Wechsel auf den Discounter (ISIN DE000FE0EQS8) war richtig. Das Papier läuft bis März 2027 und bietet weiterhin eine attraktive Seitwärtsrendite.
Weiterhin eine Sonderrolle nimmt Apple ein. Der Konzern meldete das beste März-Quartal aller Zeiten mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 111,2 Mrd. Dollar. Das iPhone wuchs um 22 Prozent, Services erreichte mit 31 Mrd. Dollar ein Rekordhoch. Tim Cook übergibt im September den CEO-Posten an John Ternus. Der Discount Call (ISIN DE000VK37XF3) von Vontobel wurde mit 2,00 Dollar getilgt. Bei Neuengagements bevorzugen wir Discounter, etwa von BNP (ISIN DE000PK1H342).
Nvidia hat starke Geschäftszahlen für das vierte Fiskalquartal per Ende Februar vorgelegt. Für das laufende Quartal hat CEO Jensen Huang rund 78 Mrd. Dollar Umsatz in Aussicht gestellt – die Zahlen kommen am 20. Mai. Anleger sollten sich den Termin dick im Kalender anstreichen. Derweil bleibt der Discounter von UniCredit (ISIN DE000UG8D2S6) aus Z.AT 23.2025 aussichtsreich.
Tesla bleibt die Ausnahme im Kreis der Magnificent 7. Die jüngsten Zahlen wurden zwar nicht durchweg negativ aufgenommen, schließlich hat der Elektroautobauer im ersten Quartal erstmals seit Langem wieder ein Umsatzwachstum erzielt, und zwar um 16 Prozent auf 22,4 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte sogar um 52 Prozent auf 0,41 Dollar. Doch verfehlte Tesla die Auslieferungserwartungen. Die Investmentstory hängt immer stärker an Robotaxis, Cybercab und Optimus. Genau dort wurde Elon Musk vorsichtiger: Der Rollout soll sicherheitsgetrieben erfolgen und bleibt zunächst kein wesentlicher Erlösbringer. Gleichzeitig steigen die KI-Ausgaben kräftig, während regulatorische Kreditumsätze als Gewinntreiber an Bedeutung verlieren. Wir bleiben skeptisch und meiden die Aktie. Wer Tesla spielen will, sollte weiter bei Discountern bleiben. Das Rabatt-Papier von Morgan Stanley mit Cap 300 Dollar und Bewertungstag 18. Dezember 2026 bleibt die passende Variante (ISIN DE000MJ92RP0).
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